Nationalhymne

San Sombrero
Land & Leute
Die Religion

Lange bevor die Spanier kamen, beteten die San Sombrèrer mehrere Götter an, darunter die Gottheiten für Sonne, Mond, Regen, Feuer und, seltsamerweise, Bananen. Viele ihrer Rituale und Zeremonien beinhalteten Gesänge, Tanz, Menschenopfer und zeigten unnötig viel nackte Haut.

© Working Dog

Diese mindestens 1000 Jahre alte Votivfigur wird von Archäologen als "Prä-Maya und postkoital" eingeordnet.

Als die Spanier im frühen 16. Jahrhundert ins Land kamen, versuchten sie, die eingeborene Bevölkerung zum katholischen Glauben zu bekehren. Die Idee von einem einzigen allmächtigen Gott missfiel den Einheimischen, die sich außerdem weigerten, Gottesdienste zu besuchen, die Bibel zu lesen oder auch nur Hosen zu tragen. Allerdings fanden sie großen Gefallen an Bingo, weshalb sich die Gemeindesäle bald mit eifrigen Spielern füllten.

Heute gilt San Sombrèro offiziell als katholisches Land. Eine unabhängige Umfrage ergab kürzlich, dass 80 % der Menschen im vorhergehenden Monat eine Kirche besucht hatten. Auch wenn sie es in vielen Fällen nur taten, um sich aus der Kollekte zu bedienen, übt die Religion doch weiter einen wichtigen Einfluss auf das tägliche Leben aus.

Die vielleicht wichtigste religiöse Bewegung San Sombrèros ist der Santería-Kult (auch Afrocathro genannt). Santería praktiziert eine überaus sinnliche Form der Religionsausübung, die auch bei den New Wave begeisterten Touristinnen aus Europa großen Anklang findet. Möglichkeiten, als Novizin aufgenommen zu werden, gibt es in jedem größeren Kultzentrum. Im Reiseführer finden Sie eine Adressliste namhafter Santaría-Gemeinden (samt Foto des jeweiligen Priesters).

Textauszug aus San Sombrèro - Karibik, Karneval und Kakerlaken, Heyne Verlag